Hat der Mensch je ein Nutzen für die Erde bedeutet?
Die Menschheitsentwicklung und ihr Einfluss auf die Pflanzen- und Tierwelt
Je länger die Menschen auf dem Erdball existierten, umso mehr Einfluss konnten sie auf die Pflanzen- und Tierwelt gewinnen. Und je mehr Macht in technologischem Sinne die Menschen erreichen konnten, umso grösser wurde der Machtmissbrauch zulasten der Pflanzen und Tiere.
Diese Theorie geht also von dem Gedanken aus, dass die Menschheitsentwicklung keinen Nutzen für die Erde erbringen konnte, zu keiner Zeit und unter keinen Umständen.
Wir müssen diese Theorie begreifen als Werkzeug, uns und unsere Entwicklung in Frage zu stellen, um erst aus diesem Erkennungsprozess zu Denkformen zu gelangen, die helfen, die Erde bewohnbar zu machen und den Mensch als nützliches Mitglied der Erdgemeinschaft einzugliedern.
Menschen in der Neuzeit und ihr "Nutzen" für andere Menschen, zum Schaden für die Erde
Die grundsätzliche Frage, die ich hier stellen möchte, geht dahin, ob die Menschen als Säugetierart auf dem Erdball für die Erde selbst je irgendeinen Wert darstellen konnten oder irgendeinen Nutzen für unsere Lebensgrundlage Erde erbringen konnten.
Mein Ansatz ist es zu beweisen, dass dies in keinem einzigen Fall zutrifft, sondern immer ist von Menschen nur Schaden am Erdball angerichtet worden. Dieser Lernprozess ist notwendig um ein fundamentales Infragestellen unserer Existenzberechtigung auszulösen.
Gehen wir in der Menschheitsentwicklung zurück:
Es macht natürlich keinen Sinn, den Schaden evaluieren zu wollen, die der Mensch in seiner Frühzeit als höchstentwickeltes Lebewesen der Erde anstellen konnte. Er hatte natürlich die Natur genutzt und Tiere getötet wie alle anderen Tiere auch. Die Machtmittel standen ihm aber noch nicht zur Verfügung, die notwendig wären, um von "Schaden" oder "fehlendem Nutzen" zu sprechen.
Immerhin ist interessant festzustellen, dass der Mensch schon früh den Hang entwickelte, mit Hilfsmitteln auf die Nutzung von Boden und Pflanzenwelt und die Tötung oder auch nur schon die Zähmung von Tieren möglichst stark einzuwirken. Tatsächlich wurden schon bald einmal grosse Fischernetze oder Tötungsmethoden entwickelt, die auch dazu dienten, mehr als nur die notwendige Anzahl von Tieren brutal zu töten oder irgendwo in einer Falle elend verenden zu lassen. Natürlich gibt es auch Tiere mit brutalen Tötungsarten, aber hier fehlt der Verstand, um zu "wissen, was sie tun". Und vor allem wird nicht sozusagen auf Vorrat getötet, sondern nur im Rahmen der instinktiven Vorgaben.
Der Drang zur Machtausübung um jeden Preis hat also beim Mensch lange vor der technologischen Revolution angefangen. Sie war sozusagen in seiner Art angelegt.
Es ist eine Frage, ob ein Löwe, der eine Gazelle schlägt, so etwas wie ein Machtgefühl spürt. Meiner Meinung nach ist hier weder Genugtuung, Machtgefühl, noch Stolz oder Überheblichkeit über die Handlung im Spiel: "Es ist einfach, wie es ist." - Ende.
Die Wirtschaftssysteme und ihr Einfluss auf die Ungleichheit der Menschen
Hier sind wir beim Ansatz, was es bedeuten kann, wenn diesem Säugetier Mensch über den Verstand ermöglicht wird, über eine technologische Keule auf Natur und Tier einzuwirken.
Hier müsste ein Korrektiv einsetzen über eine Ethik der Wirtschaftssysteme, die sicherstellt, dass das ökologische Gleichgewicht nicht gestört wird resp. die Tiere nicht zu reiner Massenware verkommt.
Leider hat sich die Menschheit anders entwickelt: Die primitiven Triebe wie Geldgier, Neid, Besitzstreben haben gleich zu Beginn die Überhand gewonnen und sind in die Wirtschaftssysteme integriert worden: Wo das Ziel der grösst mögliche Nutzen für den Menschen war, mussten alle anderen Erdelemente notgedrungen darunter Schaden erleiden. Einmal abgesehen von der Umverteilung des Nutzens unter den Menschen, kann ganz lapidar festgestellt werden: Wo ein Industriebetrieb entsteht, wo Strassen und Eisenbahnen gebaut, Kraftwerke und Flughäfen in die Landschaft gestellt werden, entsteht primär ein "Scheinnutzen" für die Menschen und ein "Echtschaden" für Pflanzen und Tiere, für Wasser und Luft. Dies ist elementar.
Doch je gewaltiger die Mittel zur Einwirkung auf die Erde wurden, umso ungleicher wurden auch die Erträge aus diesem "Nutzen" unter die Erdbürger verteilt. Es gibt sehr reiche Leute und total verarmte - auch in den sog. reichen Industrieländern. Zudem verarmten ganze Landstriche und ganze Nationen, weil die Menschen in diesen Gegenden nur den Schaden der Entwicklung verspürten, ihre angestammten Überlebensmechanismen vernachlässigten, ohne dafür einen gescheiten Ersatz zu bekommen, wodurch sich die Lebensgrundlagen verschlechterten.
Die Wirtschaftssysteme haben also entgegen vieler gängiger Meinungen - neben den allgemeinen
Schaden für den Erdball selbst - auch eine Ungleichheit bei den Menschen bewirkt und damit einem grossen Teil der Erdbevölkerung direkt geschadet. Dass von der Industrialisierung alle Menschen schlussendlich profitierten, ist bezüglich des Wortes "echte Lebensqualität" ein schlechter Witz.
Der Kommunismus und der Kapitalismus als gleiche Quelle der Verarmung für die Erde Vielfach wird der Kapitalismus nach dem Ende des "realen Sozialismus" als Sieger ausgeschrieen, ohne allerdings in globalen Massstäben zu denken. Im Sinne meiner Überlegungen sind der Kommunismus und der Kapitalismus kaum auseinanderzuhalten. Sie haben die gleiche Wirkung auf die Nutzbarmachung von Boden, Wasser, Luft, Pflanzen und Tiere. Kurz: Beide Ideologien bewirken den gleichen unsinnigen Werteverlust an Lebensqualität und wirken in gleicher Weise auf die Zukunftszerstörung der Menschheit ein.
Deshalb ist auch das Gerede von Sieg oder Niederlage eines Systems ein Blödsinn und nur gut für denkfaule Menschen. Wer universell denkt, hat schon lange gemerkt: Der Kapitalismus unterscheidet sie vom Kommunismus nur insofern, als die Güter unter den Menschen anders verteilt werden - eigentlich ungerechter. Dass der Kommunismus politisch nicht funktionierte, auch ökologische Schäden verursachte und individuelle Freiheiten einschränkte ist wohl wahr, aber hebt damit das Ansehen des Kapitalismus in keiner Weise.
Der siegreiche Kapitalismus ist darauf ausgerichtet, die arbeitende Menschenmasse solange am Wirtschaftsprozess teilhaben zu lassen, als dies den Kapitalgebern frommt.
Heute sieht man das Ende:
Was zählt, sind nur noch die Kapitaleigner, die immer superreicher werden, während immer mehr normale Arbeiter und Angestellte ihren Job verlieren, ihren Selbstwert verlieren und verarmen. Dass ein Wirtschaftssystem existiert, das besser funktioniert als der Kapitalismus oder der Kommunismus ist sicher, doch dann müsste sich der Mensch grundlegend neu orientieren.
Keine Geldgier mehr, kein Besitzstreben, kein Machtstreben über Mensch, Tier und Natur, sondern nur noch Erwirtschaftung von Lebensmitteln, Wohnraum, Kleider etc., ohne Geldeinheiten, mit Feinverteilung der Aufgaben an ALLE Menschen, mit "Incentives" (also kleine Geschenke oder Bevorteilungen für einzelne) für besondere Verdienste.
Hierüber wäre ein ganzes Buch zu schreiben, aber wie man sieht, lässt sich die Idee in einem einzigen lapidaren Satz zusammenfassen.
Es ist klar, dass die Menschheit sich selbst vernichtet und es zu unsäglichen Revolutionen kommen wird, wenn diese fundamentale Wahrheit nicht kapiert wird. Es geht nicht um Sektierertum: Es geht ums Verstehen der grundlegenden Situation, deren Schädlichkeit der Kapitalismus von Tag zu Tag verstärkt. Die kommenden Börsencrashs sind vorausprogrammiert, wie ich andernorts schon ausführlich nachgewiesen habe.
Dies hauptsächlich deshalb, weil dem Konsum resp. den Mitteln zum Konsum (vor allem von Seiten der Arbeitslosen....) Grenzen gesetzt sind und niedergehende Umsätze die Kosten nicht mehr decken werden, dadurch Massenkonkurse einsetzen werden und am Ende auch die Reichen ihre Werte an der Börse verlieren werden.
Es ist absolut erstaunlich, dass die wirtschaftlich geschulten Experten diese Sachverhalte nicht verstehen. Vermutlich geht es darum, dass diese Logik zu fundamental ist, um verstanden zu werden: Man denkt eben in bestehenden Wirtschaftsstrukturen und nicht daran, ob diese langfristig funktionieren können oder nicht.
Ist eine menschennützliche Institution wie das IKRK auch für die Erde ein Nutzen?
Nun werden viele Menschen zu recht sagen: Es kann doch nicht die Wahrheit sein, dass die Menschen grundsätzlich keinen Nutzen stiften, noch nicht einmal innerhalb den Beziehungen zu anderen Menschen.
Wir haben doch die UNO, die Weltbank - ja und vor allem das IKRK, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz?
Dann schauen wir doch einmal hin, was das IKRK tut: Es wurde gegründet, um die Folgen von Kriegen unter Menschen einigermassen zu kontrollieren. Die schlimmsten Auswüchse sollten vermieden werden: Verletzte und halbtote Menschen sollen nicht mehr auf den Schlachtfeldern liegen bleiben, Tote sollen würdig bestattet werden, Gefangene sollen menschenwürdig gehalten werden und mit Wohnraum und Essen versorgt sein etc.
All dies ist ein sehr hehres Verhalten und macht dem Gründer und den heute engagierten Helfern alle Ehre. Doch was passiert eigentlich, wenn man die Sache global, sozusagen von einem anderen Stern aus beobachtet?
Macht es Sinn, Menschen zu helfen, die immer beinahe ohne Grund aufeinander losgehen und sich gegenseitig mit immer gewaltigeren Waffen vernichten? Führt Hilfe nicht automatisch dazu, dass Kriege nicht mehr so grauenhaft sind, um genügend abschreckend zu wirken? Verlängern Handlungen, die Kriege "erträglich" machen, nicht automatisch eben diese Kriege (siehe Bosnien) ? Hat die Erde etwas davon, wenn eine Organisation besteht, die es in Kriegshandlungen darauf abgesehen hat, einzelnen Menschen, die verletzt oder gefangen sind, das Leben erträglicher zu machen?
Man sieht, unter welcher Logik die Hilfsorganisationen entstanden und angewendet werden.
Es darf doch nicht wahr sein, dass der Mensch nirgendwo einen Nutzen stiftet oder dass diesem Nutzen automatisch ein vielleicht grösserer Schaden gegenübersteht, der der Erde (Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere etc.) schadet und den zukünftigen Generationen zum Schaden wird.
Wenn nicht das IKRK, dann wenigstens die Tierschutz- und Naturschutz-Organisationen.
Was ist mit dem WWF? Natürlich haben wir hier erstmals ein Korrektiv zum schadenbringenden Verhalten der Menschen zugunsten von Natur und Tieren. Und natürlich kann man dies nur positiv bewerten, denn es geht ja darum, schädliches Verhalten von Menschen zu mindern oder ganz zu vermeiden.
Doch auch hier die Frage: Wo ist der fundamentale Nutzen? Heute ist es doch so, dass die
Schadensentwicklung von Verkehr, Bauten, Abgasen, Vernichtung von Meeresinhalten, Ausbeutung von Tieren und von den letzten Reichtümer aus dem Boden der Erde immer rascher vonstatten geht, und dies obschon WWF und Greenpeace existieren. Tun diese Organisation denn etwas anderes als die Agonie des Sterbensvorganges zu verlängern, so wie ein Tropfen auf einem heissen Stein vermeidet, dass der Stein noch etwas heisser wird?
Ich glaube, wir haben vor lauter Wunschdenken und ideeller Verblödung die Grössenverhältnisse total aus dem Blickfeld verloren. Die Medien tun alles, damit die Volksverblödung möglichst rasch vonstatten geht. Niemand ist interessiert an fundamentalen Erkenntnissen. Alle weichen aus auf konsumierbare Einzelschicksale, mediengerecht aufgearbeitet. Man weint um das Schicksal von fiktiven Fernsehfiguren, statt über die eigene Verblödung und Unfähigkeit zu trauern.
Hier haben die Wirtschaftssysteme und unsere Veranlagung zu vereinfachendem Denken ganze Arbeit geliefert: Wer denkenden Hirnes die Entscheidungen der Machtträger aus Politik und Wirtschaft bestaunt und sieht, wie die Kulturträger mit müden Relativierungen einzuschreiten versuchen und kaum in der Lage sind, die Sache global (wie von einem anderen Stern) zu betrachten, dem wird es sterbensübel. Die denkenden Köpfe dieser Erde haben schon lange resigniert und haben sich zurückgezogen: Nicht in die berühmten Denkfabriken, die als eigentliche Zulieferer an die Machtelite verkommen, sondern zurück in die Tonne an der Sonne oder ins kleine Gärtchen ums Haus - anders wäre die allgemeine Verdummung der Verhältnisse auch nicht mehr zu ertragen.
Welche Rolle hat der Mensch auf der Erde gespielt und welche Rolle hat Gott in diesem Spiel?
Diese Frage ist bedeutsam, dann nicht wahr, wir haben doch gar nicht danach gefragt, auf Gottes Erde zu kommen. Die Evolution hat uns geschaffen und nun sind wir da und tun unser Möglichstes. Schon wahr, schon wahr - aber was ist unser Möglichstes, die totale Vernichtung oder die totale Anpassung an das Machbare ?
Man ahnt es: Der Mensch hat aufgrund seines Verstandes nicht einfach vegetiert, sondern effektiv eine Rolle übernommen - die Rolle des absoluten Herrschers über die Natur. Dass er es darüber hinaus noch gelten lässt, dass über ihm noch ein Schöpfer, ein Gott auf seinem Thron hockt, ist eigentlich eine Frechheit. Wer das Heft der Entwicklung der Erde dermassen in die eigenen Hände genommen hat, hat damit auch schon zugegeben, dass es auf einen Gott nicht mehr ankommt.
Man darf Gott nicht mitverantwortlich machen für das, was man sich selbst und der Erde Tag für Tag antut. Das ist Gotteslästerung im ursprünglichsten Sinne.
Ein guter Gott hätte eigentlich einen guten Menschen schaffen sollen. Dieser Mensch hätte sich nicht vermehrt, bis kein Platz mehr für andere Tiere verbleibt und die Natur immer mehr zurückweichen muss. Dieser Mensch hätte sein Wissen nicht eingesetzt, um Fabriken, Autos, Schiffe, Flugzeuge, Kernkraftwerke usw. zu schaffen, die schlussendlich der Erde den Todesstoss versetzen werden. Dieser Mensch hätte sich dem gegebenen Raum angepasst, hätte Luft, Wasser und Boden äusserste Pflege zukommen lassen (wie es die Indianer und die Aborigines schon lange begriffen hatten) und hätten alles getan, damit Mitmenschen, Tiere und Pflanzen ein anständiges Überleben garantiert bekommen.
Wie naiv muss man eigentlich sein, um solche Blödsinn zu schreiben? Richtig, wie "unrealistisch" muss man für die verblödeten Menschen sein, um zu wissen, wie man auf der begrenzten Oberfläche dieser Erde überleben kann. Hier haben wir das Problem. Nicht mehr die denkenden Menschen, die besorgten Erdenbürger mit denkfähigen Hirnen, haben das Zepter der Politik, Medien, Wirtschaft und Kultur in den Händen, sondern die "Normalen", die sich den menschengegebenen Umständen unterworfen haben und jeden Ausbruch aus diesen Denkgefängnissen als Verrat an der Sache der machtgewohnten Menschen verstehen.
Schöne neue Welt: Immer hat es einzelne gegeben, die den kommenden Engpass sehen konnten und zum Teil vielbeachtete Sciencefiction Romane geschrieben haben. Aber was soll denn die Sciencefiction in der real gegebenen Wirklichkeit des heutigen Menschen? Wie man früher vor frack-bestückten Politgrössen stramm gestanden ist, stehen heute fast alle stramm vor der "Sciencefiction"- Wirklichkeit, in die sie hineingeboren werden. Das Krokodil hinterfrägt das Verhalten seiner Eltern und den Teich, in welchen es hineingeboren wurde, auch nicht.
Warum soll der Mensch sich denn über diese Normgrenze hinausbewegen wollen?
Weshalb hat somit ein "Gott" den Erdenbürger erschaffen? Was sollte diese Kreation?
Auch wenn wir Gott verloren haben und nur noch fiktional an ihn glauben: Vielleicht gibt es wirklich einen Gott als Schöpfer der Erde und all seiner Bewohner. Also was hat sich Gott nur dabei gedacht, als er den Menschen sich evoluieren liess zu dem, was er nun schlussendlich geworden ist?
Wollte er sich selber eine Prüfung stellen, wollte er ein Experiment wagen? Wollte er sehen, wie sich ein lebendes Wesen entwickelt, wenn man es einfach machen lässt und nicht in die Evolution des Geistes einschreitet? Wollte er, dass der Mensch zu Bösem fähig ist und aus dem Paradies verjagt werden kann?
Ist ein solcher Gott nicht ein unwahrscheinlich primitiver Gott, so eben wie sich schuldhafte Menschen sich jemanden vorstellen, der die Entscheidungen nicht selbst treffen mag?
Doch wie steht denn dieser Gott vor sich selber da? Entweder er ist gewissen- und verstandlos und lässt die Evolution des Weltalls sich selbst überlassen (und damit auch den Menschen in seiner Einfalt) oder er ist ein Verstandeswesen mit einer Logik, die Gutes auch im Sinne der Menschenlogik begreift.
In diesem Fall müssen wir zugeben, dass wir nie verstehen werden, wer und was Gott ist und was er bezweckt. Wir sind auch in diesem positiven Fall uns selbst überlassen und müssen aus eigener Kraft das Beste erreichen wollen.
Das Ganze ist reichlich kompliziert und lässt uns eigentlich nur eine Wahl:
Wir müssen - mit oder ohne Gottesglauben - danach streben, wieder eine menschenwürdige Erde zu bekommen, die nachfolgenden Generationen von Menschen, Pflanzen und Tieren auch eine Chance lässt. Wir müssen es schaffen, dass es keine Kriege mehr gibt, auch nicht gegen Tiere und Pflanzen und Wasser und Luft.
Wir müssen mit uns ins reine kommen und eine ökologisch friedliche Welt schaffen auf unserem ganz kleinen Planeten Erde, im System der Sonne, als Teil der Galaxie genannt "Milchstrasse".
Dann begreifen wir auch das Grosse und ducken uns nicht mehr in Angst vor Begriffen wie Unendlichkeit und Ewigkeit. Der Hunger nach Macht akzeptiert diese Grössen nicht, weil sie von unserem Verstand unerträglich weit entfernt sind.
Mit Bescheidenheit und Selbstgenügsamkeit werden wir es wieder lernen, damit zu leben, dass wir nicht alles wissen und nicht alles wissen müssen.
geschrieben am 15. März 1997